Sylvia Löhrmann und Landrat Olaf Schade im Gespräch mit Olaf Schmiemann, Leiter des Berufskollegs Witten und Josef Schulte, Leiter Berufskolleg Ennepetal./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis
Sylvia Löhrmann und Landrat Olaf Schade im Gespräch mit Olaf Schmiemann, Leiter des Berufskollegs Witten und Josef Schulte, Leiter Berufskolleg Ennepetal./Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Ministerin Löhrmann zeigt sich vom „Markt der Berufe“ beeindruckt

„Wer hier von Stand zu Stand geht, der hat das Gefühl, einen nahezu unüberschaubaren ´Markt der Berufe´ zu besuchen. Meine Kabinettskollegen und auch die Ministerpräsidentin hatten mir schon viel Gutes über die Ausbildungsmesse ennepe.ruhr berichtet. Es dann aber mit eigenen Augen zu sehen, ist schon sehr eindrucksvoll.“

Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung und stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin, fand bereits kurz nach ihrem Eintreffen im Busdepot der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr lobende Worte. Was dort zum inzwischen achten Mal auf die Beine gestellt werde, habe tatsächlich Vorbildcharakter.

Wie immer in den letzten Jahren hatten sich die Unternehmen eine Menge einfallen lassen, um den Nachwuchs auf ihren Stand und ihre Ausbildungsplätze aufmerksam zu machen. Alle paar Meter gab es nicht nur Informationen rund um den jeweiligen Beruf, es wurde geairbrusht und gemauert, installiert und gesägt, unter die Motorhaube geschaut und wiederbelebt. Ebenso bemerkenswert: Fast überall warteten die Auszubildenden von heute auf die Auszubildenden von morgen. „Diese Gesprächspartner auf Augenhöhe senken die Hemmschwelle, sich über diesen oder jenen Betrieb, diese oder jene Ausbildung zu informieren“, begrüßte Landrat Olaf Schade das Konzept.

Löhrmann, prominenteste Besucherin unter einer Vielzahl von Prominenten und Entscheidungsträgern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, nutzte die Gelegenheit für eine eindeutige Stellungnahme in Sachen duale Ausbildung: „Sie ist genauso wertvoll wie das Abitur.“ Gleichzeitig appellierte sie an die Unternehmen nochmals zu prüfen, ob sie weitere Ausbildungsplätze anbieten können. „Und“, so die Ministerin, „wenn es um die Vergabe geht, schauen sie auch auf die Bewerber aus der vermeintlich zweiten Reihe. Wer ihnen die Tür in die Berufswelt öffnet, erhält Mitarbeiter deren Markenzeichen Dankbarkeit, besonderes Engagement und eine hohe Verbundenheit sind.“

Ihren gut einstündigen Messerundgang vorbei an 150 Unternehmen, 5 Hochschulen und 200 Ausbildungsmöglichkeiten unterbrachen Löhrmann, Schade und Begleitung immer wieder, um mit den Hauptdarstellern – den Unternehmen und den Schülern – ins Gespräch zu kommen. Es ging um Erfahrungen mit Bewerbern und die bisher gemachten Erlebnisse bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, um Ansprüche an und Berufswünsche von Schulabgängern.

Den Jugendlichen schrieb Löhrmann ins Stammbuch: „Seien Sie flexibel, richten Sie Ihre Blicke auch auf Bereiche, Betriebe und Orte, die für Sie eigentlich nicht erste Wahl sind oder nicht direkt vor Ihrer Haustür liegen.“

Die Chance dazu hatten die mehr als 4.000 Mädchen und Jungen, die momentan noch zur Schule gehen und in Kürze eine Berufsentscheidung treffen müssen, in Ennepetal quasi unbegrenzt.

Damit sie dennoch den Überblick behalten konnten, war der Messebesuch im Unterricht vorbereitet worden. „Man sieht: Ausgerüstet mit Messekatalog, unterstützt von Auszubildenden, die über die Messe führen, sowie vom nach Branchen farblich differenzierten Leitsystem findet hier jeder, was er sucht“, beobachtete Schade.

Ähnliches galt auch für die 190 jugendlichen Flüchtlinge, die momentan internationale Förderklassen an den Berufskollegs besuchen. Sie hatten nicht nur Fragen im Gepäck, sondern konnten den Unternehmen auf der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsstellen auch einen Profilbogen vorlegen, der Angaben zur Person sowie über Aufenthaltsstatus, Sprachkenntnisse, Vorbildungen und berufliche Neigungen enthielt. „Premiere gelungen“ lautete hier das Fazit der Organisatoren.

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Messeorganisatoren und Partner

„Für die Zukunft ausbilden“ wird von der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr und der agentur Mark im Auftrag des Kreises und mit finanzieller Unterstützung der Agentur für Arbeit Hagen, organisiert. Zu den Unterstützern zählen unter anderen die VER und die AVU, die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer u Hagen und der Märkische Arbeitgeberverband, der Hattinger Schultenhof und das Gevelsberger filmriss Kino, Medienpartner ist die Westfalenpost.

Seit der Premiere 2009 haben mehr als 45.000 Jugendliche im Ennepe-Ruhr-Kreis von dem Angebot profitiert. Aktuell planen die Organisatoren für Ende September 2017 bereits die neunte Auflage.

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Ausbildungsmesse 2016 - Auch die Kreisverwaltung und Stadtverwaltungen informierten über deren Ausbildungsberufe
Ausbildungsmesse 2016 – Auch die Kreisverwaltung und Stadtverwaltungen informierten über deren Ausbildungsberufe

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